EDUR Mehrphasenpumpen in der Abwassertechnik
EDUR Mehrphasenpumpen in der Abwassertechnik

Pumpen in der Abwassertechnik

Weltweit ist Wasser seit jeher als besonders wertvolles Gut von Bedeutung und erfordert durch den intensiven Gebrauch eine permanente Optimierung aller angewandten Abwassertechniken. Der Anspruch, Wasser nicht zu verbrauchen, sondern nach Gebrauch in gereinigter Qualität wieder den natürlichen Wasserressourcen zuzuführen, birgt enormes Innovationspotential zur Entlastung der Umwelt. Eine effiziente Abwasserreinigung umfasst zudem die Rückgewinnung und Wiederverwendung von Nähr- und Wertstoffen. Dieses erfolgt üblicherweise in verschiedenen Reinigungsstufen in etwa durch mechanische, biologische und physikalisch-chemische Verfahren. In der Abwassertechnik hat sich die Flotation als physikalisch-chemisches Verfahren über Jahrzehnte als effizientes Verfahren weltweit bewährt.


Einsatz EDUR Flotations-Pumpen in der Abwassertechnik

Bei der Druckentspannungsflotation wird ein Rückflussstrom des Klarwassers unter Druck mit Luft gesättigt und anschließend wieder auf Atmosphärendruck entspannt. Die bei der Entspannung freiwerdenden Mikroblasen lagern sich an die Schwebstoffe an und schwemmen diese an die Oberfläche, von der sie abgeschöpft werden. Typische Einsatzfelder sind die Behandlung von Öl-Wasseremulsionen, Fettabscheidungen, Phosphat- und Schwermetallfällungen sowie Nachklärungen in biologischen Kläranlagen. Für die Behandlung von Sonderabfällen sind auch mehrstufige Flotationsanlagen bekannt. Die speziell für dieses Verfahren entwickelte Pumpenhydraulik der EDUR Mehrphasenpumpen erlaubt den saugseitig eingedrosselten Betrieb ohne die bei Standard-Kreiselpumpen auftretende Kavitation. Diese Spezialpumpen gewährleisten eine zuverlässige Förderung von Flüssigkeiten mit  Gasanteilen bis zu 30% bei einem Druck von üblicherweise 4 bis 7 bar. Beim Einsatz der EDUR-Mehrphasenpumpe in einer Flotationsanlage gemäß VDMA Einheitsblatt 24430 erfolgt eine direkte Zugabe des Gases in die Saugleitung und erlaubt so die Reduzierung der Anlagenkomponenten gegenüber Systemen nach konventioneller Bauart: Kompressor, Druckkessel, aufwändige Steuerung und diverse Ventile entfallen.

 

Aufbereitung von Schlachthofabwasser

In der fleischverarbeitenden Industrie wie z.B. in Schlachthöfen, Fettschmelzen, Tierkörper-Verwertungsanlagen usw. erfahren Betreiber deutliche Einsparungen an Energiekosten und Chemikalien-Einsatz bei gleichzeitig verbesserten Ablaufwerten. Dieses bezieht sich sowohl auf fabrikneue Anlagen als auch auf bestehende Alt-Anlagen nach entsprechendem Retrofitting. So berichten renommierte Schlachthofbetreiber, dass die Energiekosten bei Flotationsanlagen mit beispielsweise zwei Seitenkanalpumpen seit Inbetriebnahme einer EDUR-Mehrphasenpumpe mit nahezu halbierter installierter Antriebsleistung deutlich gesenkt werden konnten. 

 

Im Gegensatz zu Seitenkanalpumpen überzeugen die EDUR-Mehrphasenpumpen durch ein stabiles Förderverhalten, einen verschleißarmen Betrieb und eine hohe Energieeffizienz. Anlagenhersteller berichten von Einsparungen sowohl beim Investitionsvolumen als auch bei den laufenden Betriebskosten, die je nach Anlagentyp zwischen 30 und 50 Prozent gegenüber  konventionellen Anlagen liegen.

 

EDUR-Mehrphasenpumpen in der Kraftstoffproduktion

Während des Verarbeitungsverfahrens von regenerativen Energieträgern (z.B. Holz, heizwertreichen Abfallbestandteilen, Tiermehl oder Biodiesel) wird inertes CO2 aus dem Synthesegas herausgewaschen. Zu diesem Zweck wird das Gas mittels Verdichter in einen Absorptionstank gedrückt, wo es nach oben steigend eine Füllkörperschüttung durchströmt. Die Schüttung wird anschließend von oben durch eine EDUR-Mehrphasenpumpe mit Wasser besprüht, das sich so mit dem CO2 aus dem Synthesegas anreichert und schließlich in einem Desorptionsbehälter zum überwiegenden Teil entgast. Während des erneuten Ansaugeprozesses entstehen feine Gasblasen aufgrund der vollständigen Sättigung des Wassers, die aufgrund der speziellen Hydraulik der EDUR-Mehrphasenpumpe problemfrei wieder in Lösung gebracht werden – der Kreislauf wird fortgesetzt.

 

Begasungsflotation Öl- und Gasindustrie

In der Öl- und Gasindustrie hat sich die Begasungsflotation ebenfalls über viele Jahre bewährt zur Trennung von Öl/Wasser-Gemischen. So wird bei der Rohölgewinnung in speziell ausgelegten Flotationsanlagen Erdgas aus vorhandenen Vorkommen eingespeist. EDUR-Mehrphasenpumpen ersetzen auch hier konventionelle Systeme auf vielen Ölfeldern weltweit: dabei fungieren EDUR-Mehrphasenpumpen als Gas-Dosier-Einrichtung anstelle von herkömmlichen Systemen, die hierzu aufwändig mit Strahldüsen, Druckkesseln und Kompressoren betrieben werden mussten. Gleichzeitig wirken die EDUR-Mehrphasenpumpen als dynamische Mischer aufgrund der speziell entwickelten Laufräder in offener Ausführung. In Kombination mit der Leitschaufel-Vorrichtung erzeugen hohe Scherkräfte eine erheblich verbessere Dispersion der Gasanteile im Vergleich zu bisher üblichen statischen Mischern bei Standardpumpen.

 

Aufbereitung Kühlschmierstoffe

In der metallverarbeitenden Industrie sind verunreinigte Kühlschmierstoffe der Produktion mit dem Ziel der Wiederverwendung aufzubereiten. Dieses Wasser/Öl-Gemisch wird über ein Sammelbecken mit Schlammfang einem Entnahmebecken zugeführt, anschließend in ein Sedimentationsbecken gefördert. EDUR-Mehrphasenpumpen transportieren das entsprechend mit Chemikalien dosierte Medium in Flotationsanlagen im Kreislauf.

 

Rohstoffgewinnung

Ursprünge der Druckentspannungsflotation gehen zurück auf Mineralanreicherungsverfahren bei der Erzgewinnung vor mehr als 100 Jahren. Vom Prinzip her werden geförderte Roherze zermahlen und den Flotationsanlagen zugeführt, wo die Mineralpartikel durch feine Mikroblasen an die Wasser-Oberfläche aufschwimmen und in einer Art Schaumdecke gehalten werden, dem sogenannten Flotat. Hierzu werden dem durch die EDUR-Mehrphasenpumpen generierten Wasser/Luft-Gemisch Flotations-Hilfsmittel zudosiert. Die so gewonnenen Erzkonzentrate werden dann in nachfolgenden Verfahren verhüttet.

 

Reinigungsmittelaufbereitung

Nach der einer mechanischen Bearbeitung von Bauteilen folgenden Teilereinigung und Oberflächenbearbeitung wie am Beispiel der Automobilindustrie fallen Ölrückstände an. Reinigungsmittel, die in einem geschlossenen Kreislauf gefördert werden, nehmen diese Ölrückstände auf und werden anschließend in einem Flotationsverfahren wieder aufbereitet.

 

Ammoniak-Stripanlage

Um sowohl den Stickstoffgehalt als auch den chemischen Sauerstoffbedarf (COD) im Abwasser aus der z.B. Düngemittelherstellung auf die gesetzlichen Richtwerte zu bringen, ist diesem Prozess eine Stripanlage nachgeschaltet. Dazu wird das Abwasser in Höhe des Tankbodens eingeleitet und von dort in die EDUR-Mehrphasenpumpen geführt, atmosphärische Luft automatisch eingesaugt und unter Druck in Lösung gebracht. Nach der Entspannung auf atmosphärischen Druck gelangt das so generierte Wasser/Luft-Gemisch über ein Düsensystem von oben zurück in den Tank. Durch diese spezielle Art der Berieselung wird Ammoniak im Abwasser frei gesetzt und schließlich gasförmig in den Prozess der Düngemittelproduktion zurückgeführt werden.

 

Kalkfallen

Kalkhaltige Ablagerungen aus dem Kreislaufwasser von Systemkomponenten wie Wärmetauschern, Rohrleitungen und Kühlsystemen in der Papierindustrie können mit dem Einsatz von Kalkfallen unterbunden werden.  Hierdurch wird der Frischwasserverbrauch entscheidend reduziert und außerdem eine deutliche Verbesserung sowohl der Anlagenzuverlässigkeit als auch der Prozessnachhaltigkeit insgesamt erwirkt. Eine Reduzierung der Kosten für Instandsetzung und Wartung der Systeme ist ebenfalls gegeben. Durch das EDUR-Mehrphasenkonzept konnten die Energiekosten gegenüber herkömmlichen Systemen um mehr als 65% vermindern. Nebenbei entfallen wartungs- und kostenintensive Komponenten wie Druckluftkessel und Kompressoren komplett.

 

Kühlwasseraufbereitung mittels Ozon

EDUR-Mehrphasenpumpen wurden zur Teilnahme am 7. Rahmenprogramm der EU für Forschung und technologische Entwicklung nominiert. Das sogenannte Biofouling ist ein Begriff aus der Wärmetauschertechnik und als Marine-Biofouling ein Hauptproblem für Werkstoffe im permanenten Kontakt mit Meerwasser. Meerwasser-Organismen lagern sich in Wärmetauschern, Filtern und Rohleitungen ab und beeinflussen so die zuverlässige Funktion von Antriebsmotoren und anderen Einrichtungen an Bord von Seeschiffen, die eine zuverlässige Kühlung benötigen. Dieses EU-Projekt beinhaltete die Entwicklung eines Verfahrens zur Vermeidung von Marine-Biofouling, welches mit dem Einsatz von EDUR-Mehrphasenpumpen mittels Ozon die Meerwassersqualität zur Kühlung der Schiffsmotoren zuverlässig verbessert. Zudem wird der kostenintensive Einsatz von Chemikalien vermieden und eine Reduzierung der Instandsetzungskosten bewirkt.  

 



Für diese Anwendung geeignete EDUR Pumpen:
Freistrompumpen
Mehrstufige Kreiselpumpen
Einstufige Kreiselpumpen
Umwälzpumpen
Selbstansaugende Kreiselpumpen
Edelstahl-Kreiselpumpen




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